Am Samstagmorgen, 18. August 2001, trafen sich die 70 Reiseteilnehmer bereits um 06.15 Uhr beim Schulhaus Oberlunkhofen und warteten gespannt auf die weiteren Anweisungen, da die Reisedetails streng geheim blieben und lediglich das Reiseziel RIGI im Voraus bekannt war.
Zur
Einstimmung wurde die reiselustige Schar, bestehend aus Vereinsmitgliedern
mit Partner/in, Ehrenmitgliedern und OK-Mitgliedern, von den Reiseorganisatoren
Sepp und Bernadette Eichholzer mit einem Champagner begrüsst. Zur
Überraschung aller bestieg man nicht den Bus, sondern dislozierte
ins Restaurant Central , wo uns von der Wirtefamilie Heidi und Jürgen
Kempf ein feines Morgenessen serviert wurde.
Bereits zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass uns eine abwechslungsreiche Reise bevorstand. Es wurde ein Reisequiz verteilt, welches über verschiedene Stationen unserer Reise rätseln liess, und die Reiseteilnehmer wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt.
Nach der reichhaltigen Stärkung durften wir den neuen Gelenkbus von Rolf Stutz, Oberlunkhofen, besteigen, welcher Platz für alle Reiseteilnehmer bot und somit die illustere Schar in Richtung Innerschweiz führte.
In Zug folgte eine interessante Besichtigung durch die Altstadt, unter der kundigen Führung des Reiseleiters selbst, bevor wir zum Schiffssteg gelangten wo uns das Kursschiff "Zug" mit musikalischer Begleitung nach Walchwil weiterführte.
Nach einer kurzen Busfahrt
gelangten wir frohgelaunt zum Lauerzersee.
Dort
stand für uns ein Apéro bereit. Bei dieser Gelegenheit wurde
zur Einstimmung auf die Festivitäten im Mai/Juni 2002 das Werbeplakat
auf dem Postauto feierlich enthüllt (siehe Foto). Diese gezielte Festwerbung
wird uns grosszügigerweise von Rolf Stutz, Postautohalter, Oberlunkhofen,
finanziert.
Im Hotel Bellvue in Brunnen am Vierwaldstättersee wurde beim Mittagessen Kraft für den Nachmittag getankt.
Kaum in Vitznau angekommen,
konzertierten wir an der Seepromenade und erfreuten die Gäste und
Mitgereisten mit unserem Spiel.
Nach
einem willkommenen Getränk bestiegen wir im Kurort die Rigibahn und
fuhren zur Rigi-Kulm, wo wir mit Instrumenten und Reisegepäck beladen
unser Hotel für die folgende Nacht in Beschlag nahmen. Nach dem Zimmerbezug
genossen wir die herrliche Aussicht auf Berge, Täler und Seen, bevor
wir bei einem weiteren Apéro, spendiert von unserem Chauffeur Rolf
Stutz, auf einen gemütlichen Abend anstossen konnten.
Beim
reichhaltigen Menü samt Dessertbuffet wurden wir überraschenderweise
vom Duo Silias, Muri, unterhalten, unterstützt mit Gesellschaftsspielen,
so dass der Abend im Nu verflog und es im Hotel erst weit nach Mitternacht
ruhiger wurde.
Über Nacht setzte Regen ein und als sich dieser am frühen Morgen fortsetzte, machten sich manche Reiseteilnehmer Gedanken über den weiteren Verlauf der Reise bei diesen düsteren Aussichten.
"Wenn Engel reisen lacht der Himmel", sagt ein bekanntes Sprichwort und so heiterte der Himmel nach dem Zmorgebrunch im Hotel schnell auf.
Programmgemäss konnte
der vorgesehene Feldgottesdienst, unter der Leitung von Pfarrer Poldi Kaiser
aus Cham, unter
Begleitung
des Musikvereins Lunkhofen, bei schönster Aussicht auf die Bergwelt
stattfinden. Dieser ökumenische Gottesdienst, zu dem sich auch einige
bekannte Gesichter aus dem Kelleramt gesellten, wurde insbesondere auch
aufgrund der Spontanität des sehr weltlichen Priesters für alle
Reiseteilnehmer zu einem eindrücklichen Erlebnis.
So
war es selbstverständlich, dass sich der Musikverein - trotz zwischenzeitlich
strahlendem Sonnenschein - mit Uniform zum Apérokonzert auf der
Terrasse des Hotel Rigi-Kulm einfand und für eine breite Zuhörerschaft
konzertieren durfte.
Bereits wurde es wieder Zeit, sich beim Mittagessen für den Rest der Reise zu stärken. Die Rigibahn führte uns nach Goldau, wo der Gelenkbus von Rolf Stutz zur Abfahrt bereit stand. Die Reise führte nicht etwa direkt ins Kelleramt zurück, sondern wurde über das Aegerital nach Adliswil fortgesetzt. Die Luftseilbahn, welche vor einiger Zeit ihren Betrieb wegen einer Störung einstellen musste, führte uns sicher auf die Felsenegg. Der anschliessende Fussmarsch auf den Uetliberg brachte einige Reiseteilnehmer arg ins Schwitzen und die Erfrischung im Gartenrestaurant tat allen sichtlich gut.
Per Uetlibergbahn erreichten alle Reiseteilnehmer mehr oder weniger fit unseren letzten Halt, das Rest. Waldegg in Uitikon, wo uns im lauen Garten die letzte Überraschung aufwartete. Der Salatteller mundete allen sehr gut, doch als die Hausspezialität mit riesigem Cordon-bleu und Pommes-Frites serviert wurde, war bald klar, dass diese Portionen auch mit Heisshunger nicht von allen bewältigt werden konnten. So wurde ein Teil in Alufolien verpackt, so dass in mancher Musikantenfamilie am Montag die restliche Portion verspiesen werden konnte.
Zurück im Kelleramt waren die Reiseteilnehmer zwar müde aber um zwei schöne, erlebnisreiche Tage mit interessanten Eindrücken aus der Urschweiz reicher.
Diese zweitägige Vereinsreise hat die Kameradschaft der grossen Musikantenfamilie von Lunkhofen gestärkt und diese Zusammengehörigkeit kann der Verein am grossen Musikfest mit Musiktag, Neuuniformierung und 70-Jahr-Jubiläum im Mai und Juni 2002 sicherlich gut gebrauchen sowie unter Beweis stellen.
Ein grosser Dank geht an unsere erfahrenen Reiseleiter Sepp und Bernadette Eichholzer, welche uns ein unbeschwertes und sehr abwechslungsreiches Wochenende beschert haben, unterstützt vom offenbar musikalischen Petrus. Danken möchten wir aber auch allen Reiseteilnehmern und Mitwirkenden, welche zum guten Gelingen beigetragen haben, allen voran unserem Aktivehrenmitglied Rolf Stutz für die stets sichere Busfahrt.
Zufikon, 27. August 2001 Felix Etterlin, Berichterstatter
Fotos: Rainer Schumcher, Zufikon